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	<title>Wutanfälle Archive - Beziehungsorientiert</title>
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	<description>Heike Podek – Elterncoach</description>
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	<title>Wutanfälle Archive - Beziehungsorientiert</title>
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	<item>
		<title>Magª Heike Podek in der All4family 02/2016 zum Thema: „Trotzphase überleben &#8211; Autonomie fördern&#8220;</title>
		<link>https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-all4family-02-2016-zum-thema-trotzphase-ueberleben-autonomie-foerdern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 19:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[All4family]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie Trotzphase]]></category>
		<category><![CDATA[Wutanfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Zorn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Julian (3) schmeißt sich im Supermarkt auf den Boden, brüllt mit hochrotem Kopf oder schlägt um sich, weil etwas nicht so läuft, wie er sich das vorstellt&#8230;“ Er ist, wie alle Kinder seines Alters in der Trotzphase. Nachdem sie ihre Gefühle in diesem Altern noch nicht mit Worten ausdrücken können, zeigen die meisten Kinder uns [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-all4family-02-2016-zum-thema-trotzphase-ueberleben-autonomie-foerdern/">Magª Heike Podek in der All4family 02/2016 zum Thema: „Trotzphase überleben &#8211; Autonomie fördern&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Julian (3) schmeißt sich im Supermarkt auf den Boden,
brüllt mit hochrotem Kopf oder schlägt um sich, weil etwas nicht so läuft, wie
er sich das vorstellt&#8230;“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist, wie alle
Kinder seines Alters in der Trotzphase.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sie
ihre Gefühle in diesem Altern noch nicht mit Worten ausdrücken können, zeigen
die meisten Kinder uns ihr Unwohlsein, indem sie hauen, kratzen, kneifen,
treten, beißen und schreien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige
begnügen sich damit, lediglich zu Hause bei den Eltern aufzufahren, andere
ziehen regelmäßig auf der Straße, beim Einkaufen oder im Kindergarten durch
ihre heftigen „Zornanfälle“ die Blicke anderer Leute auf sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber dürfen Kinder das?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher war man der Ansicht, dass man das Verhalten dem Kind keinesfalls durchgehen lassen dürfe. Man sprach davon, dass Kinder in der Trotzphase mit diesen Anfällen bewusst Grenzen austesten wollen. Um dem Entgegenzuwirken wurde zu Konsequenz und Autorität geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später ging
man dazu über, diese Anfälle bewusst zu ignorieren und mit Nichtbeachtung oder
Auszeiten zu bestrafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile jedoch wurde erkannt, dass die Trotzphase einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Kindern kennzeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Autonomiephase</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die
sogenannte Trotzphase ist eine natürliche Entwicklung innerhalb der Autonomieentwicklung
von zwei bis dreijährigen Kindern, in der sie sich aus der kompletten
Abhängigkeit ihrer Eltern befreien und sich zu einem unabhängigen Individuum
entwickeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beginn
dieser Phase macht sich meist dadurch bemerkbar, dass Kinder die Hilfe ihrer
Eltern und anderer Personen deutlich abwehren mit Worten wie: „Ich kann das
alleine&#8230;“, „Selber machen“ o.ä..  Darüber hinaus zeigen sie ihre täglichen
Frustrationen über Dinge, die sie noch nicht können, darüber nicht verstanden
zu werden oder etwas nicht zu dürfen, das sie unbedingt wollen mit heftigen
Wutanfällen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau
diese Wut ist auch das zentrale Gefühl eines Kindes, dass sich in der
Autonomiephase befindet: äußerlich und innerlich steht das Kind unter
„Hochspannung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tränen und
Gebrüll sind ein Ventil, diese Spannung auszuhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die
Entstehung von Wut wird durch ein Hormonchaos begünstigt, ein veränderter
Stoffwechsel sorgt dazu für Stimmungsschwankungen. Kinder ermüden schneller,
lassen in der Konzentration nach und sind launenhaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je mehr
Eltern in dieser Zeit Widerstand leisten, ebenfalls mit Trotz reagieren,
Grenzen setzen und versuchen einzugreifen, umso mehr Machtkämpfe wird es
geben. Es ist ziemlich einfach ein zweijähriges Kind zu „brechen“, um es nett,
sanft und gehorsam bzw. brav zu machen – den Preis dafür aber zahlen ALLE. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie also damit umgehen, wenn mein Kind, wie im
oben genannten Beispiel schreit, tobt und „auszuckt“?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder
brauchen in dieser Zeit vor allem eins: Eltern, die sie wertschätzen und anleiten. Betrachte
die wachsende Unabhängigkeit deines Kindes als Geschenk – nicht als Problem! Kinder
möchten in dieser Phase sicher sein dass sie von ihren Eltern noch immer
geliebt und angenommen werden – besonders wenn sie durch ihre erlebte
Frustration aus der Bahn geworfen werden. Deine wichtigste Botschaft an dein
Kind sollte sein: „Du bist o.k., so wie du bist und ich liebe dich.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Tipp 1: Nimm das Verhalten deines Kindes nicht persönlich!</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sei dir
gewiss: die Wut und das damit verbundene Verhalten ist nicht gegen dich als
Mutter oder Vater gerichtet – selbst dann nicht, wenn dein Kind in einem
Trotzanfall nach dir haut oder tritt. Es ist seine noch nicht vorhandene
Fähigkeit mit dem Gefühl der Frustration umzugehen, die dein Kind so zornig
macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Tipp 2: Mehr Zeit einplanen</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die
Kinder in dieser Zeit nahezu alles alleine machen und bestimmen wollen, dauert
es oft deutlich länger, bis man das Haus verlassen kann. Gerade die
Morgensituation verlangt Eltern einiges an Geduld ab (Aufstehen, Zähneputzen,
Gewand selber aussuchen und anziehen, Frühstück etc.). Deshalb macht es Sinn
für jeden Termin grundsätzlich eine viertel, besser noch eine halbe Stunde mehr
einzuplanen. Das reduziert den Druck massiv, der sonst dazu führt, dass wir
nervös werden und beginnen unser Kind anzutreiben. Dieses spürt die Anspannung
und nicht selten eskaliert die Situation. Schon 15 Minuten mehr wirken hier oft
wahre Wunder und verhelfen uns, entspannt bei unserem Termin, bei der Arbeit,
im Kindergarten anzukommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Tipp 3: Verbalisieren</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Kinder
ihre Wut im Alter von 2-3 Jahren generell noch nicht in Worte fassen können,
benutzen sie die für sie beste Möglichkeit, ihren Zorn auszudrücken – ihre
Stimme, Fäuste und Füße. Das Hauen, Schreien, zwicken oder treten deines Kindes
bedeutet also in der Regel nicht anderes, als, dass es ihm in dem Moment nicht
gut geht, frustriert ist und/oder sich nicht geliebt fühlt, so wie es ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen
Momenten ist es hilfreich, dein Kind dabei zu unterstützen, seine Wut in Worte
zu fassen. Auf diese Weise lernt es nach und nach, über seine Gefühle zu
sprechen, anstatt sie mit Händen und Füßen auszuagieren. Du kannst also
entweder den Grund für den Ärger offen ansprechen, z.B.: „Du ärgerst dich
gerade, weil dein Turm schon wieder umgefallen ist&#8230;“ oder, „Ich kann
verstehen, dass du traurig bist. Du wolltest so gerne noch länger Fernsehen,
aber es geht wirklich nicht.“ oder wenn der Grund nicht so offensichtlich ist,
kannst du einfach etwas sagen, wie: „ Oje, du bist aber wütend. Ich wüsste
gern, was dich so zornig gemacht hat. Kannst du mir das sagen?“<br>
<br>
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese
Art und Weise signalisierst du deinem Kind, dass du da bist, egal, worüber es
sich gerade geärgert hat. Gleichzeitig gibst du dem erlebten Frust einen Namen
und deinem Kind dadurch Orientierung innerhalb seiner heftigen Gefühlswelt. Es
wird in Zukunft seine Gefühle einordnen und benennen und somit auf
„Zornanfälle“ verzichten können</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Tipp 4: eigene Grenzen klarmachen</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Verständnis
aufzubringen und für sein Kind in dieser Zeit besonders da zu sein, es zu
begleiten und zu unterstützen, bedeutet jedoch nicht, deinem Kind alle Wünsche
zu erfüllen, um nur ja einen Wutanfall zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner
Praxis erlebe ich es immer wieder, dass Eltern bewusst auf etwas verzichten
oder Dinge tun, die sie eigentlich nicht machen wollten, nur um das Schreien,
Hauen oder den bekannten „Auftritt im Supermarkt“ ihres Kindes zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dein
Kind dich haut, tritt oder beißt, überschreitet es ganz klar deine Grenze und
das musst du weder tolerieren noch aushalten. In diesem Moment ist es ganz
wichtig, dass du dich selber abgrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig
dabei ist, dass du das auf eine Art und Weise tust, die dein Kind nicht in
seinem Wert verletzt. Gleichzeitig kannst du deinem Kind Alternativen für sein
Verhalten anbieten. Das Ganze könnte also z.B. so aussehen: „Aua, das hat mir
wehgetan. Ich will nicht, dass du mich&nbsp;
haust. Versuch bitte das nächste Mal mich zu schieben oder laut zu
rufen, wenn du den Eindruck hast, ich habe dich nicht gehört.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Tipp 5: Dabei bleiben</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schick dein
Kind nicht weg, wenn es zornig und wütend bist, denn damit signalisierst du
ihm, dass seine Gefühle nicht in Ordnung sind. Bleib dabei und zeig ihm, dass
du seine Emotionen verstehst. Hilf ihm, Worte zu finden und unterstütze dein
Kind dabei, Wege aus dem Ärger zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich
kann es natürlich auch passieren, dass du als Elternteil die Fassung verlierst,
weil dich dein Kind gerade in der Trotzphase oft genug an deine Grenzen bringt.
Dann kann es passieren, dass du dein Kind anschreist. Das ist völlig normal und
geht auch anderen Eltern so. Wichtig in einer solchen Situation ist es,
anschließend die Verantwortung zu übernehmen, deinem Kind zu sagen, dass du
überreagiert hast, es dir leid tut und dann Vergib dir selber!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solltest du merken, dass es dir öfter passiert, dass du dein Kind anschreist, du dich überfordert und/oder hilflos und ohnmächtig fühlst, dann scheu dich nicht davor, dir Unterstützung zu suchen. Manchmal reicht schon ein email, ein Telefonat oder ein paar Coaching Sitzungen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, Dir hat mein Artikel gefallen! Besonders ans Herz legen möchte ich Dir meine Artikel zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/wut-aggression/">Wut und Aggression</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/konflikte/">Konflikte</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/schulprobleme/">Schulprobleme</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Unterstützung bei Erziehungsproblemen suchst, schau Dir mein <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/">Angebot</a> an. Egal ob Trotzphase, Pubertät, Schulprobleme, &#8230; ich biete <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/coaching/">Live-Coaching</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-coaching/">eMail-Coaching</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> als Hilfestellung an. Die <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/trotzphase/">„Trotzphase“</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/mein-kind-will-nicht-hoeren/">„Hilfe- mein Kind will nicht hören“</a> sind besonders beliebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst mir natürlich auch <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">direkt</a> schreiben und ich freue mich auch über <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">Feedback</a> zu meinem Artikel!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Heike</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-all4family-02-2016-zum-thema-trotzphase-ueberleben-autonomie-foerdern/">Magª Heike Podek in der All4family 02/2016 zum Thema: „Trotzphase überleben &#8211; Autonomie fördern&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hilfe, mein Kind beißt!</title>
		<link>https://beziehungsorientiert.at/hilfe-mein-kind-beisst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heike]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2016 06:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Beißen]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Trotzphase]]></category>
		<category><![CDATA[Wutanfälle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Marius (2,5 J.) beißt auf dem Spielplatz den Burschen, der ihm gerade die Sandschaufel weggenommen hat.“ &#160;„Marie (2 J.) beißt ihre Mama, weil sie nicht das bekommt, was sie sich gerade wünscht.“ „Jonas (3 J.) geht im Kindergarten zu einem anderen Burschen in die Bauecke und beißt ihn ohne Vorwarnung in den Arm.“ So, wie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/hilfe-mein-kind-beisst/">Hilfe, mein Kind beißt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>„Marius (2,5 J.) beißt auf dem Spielplatz den Burschen, der ihm gerade die Sandschaufel weggenommen hat.“</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>&nbsp;</em><em>„Marie (2 J.) beißt ihre Mama, weil sie nicht das bekommt, was sie sich gerade wünscht.“</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>„Jonas (3 J.) geht im Kindergarten zu einem anderen Burschen in die Bauecke und beißt ihn ohne Vorwarnung in den Arm.“</em></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">So, wie die Eltern der Kinder in den oben genannten Beispielen, erleben nicht wenige Eltern, dass ihr Nachwuchs in bestimmten Situationen sie oder ein anderes Kind beißt.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Aber warum beißen Kinder eigentlich?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Kleinkinder, die jünger als zwei Jahre sind, beißen oft aus unterschiedlichen Gründen, wie Müdigkeit, Hunger, Frustration oder Überreizung. Manche wollen auch im Sinne des sogenannten Explorationsverhaltens einfach mal ausprobieren, was passiert, wenn sie die Mama oder den Papa beißen (Ursache-/ Wirkungsverhalten). Bei dieser Art des Beißens handelt es sich um altersgerechtes Verhalten.</p>
<p style="text-align: left;">Auch ein zweijähriges Kind kann noch nicht verstehen, dass es jemand anderem wehtut. Sie beißen oder hauen, um sich auszudrücken, um Unabhängigkeit zu erlangen oder um ihrer Frustration Luft zu machen. Da es noch nicht gelernt hat, sich sprachlich auszudrücken, wenn es sich ärgert oder wütend ist, benutzt es seinen Körper, um sich mitzuteilen und sich Luft zu machen.</p>
<p style="text-align: left;">Erst am dem Kindergartenalter (ab ca 3-4 Jahren) könnens ich gesunde Kinder in der Regel in andere hineinversetzen und mit anderen mitfühlen. Sie wissen dann auch, dass Beißen bei ihrem Gegenüber Schmerzen verursacht. In vielen Fällen hört damit und auch mit der Fähigkeit, seinen Frust in Worte zu fassen, das Beißen von alleine auf.</p>
<p style="text-align: left;">Manche Kinder reagieren auch auf Veränderungen in ihrem Leben, wie zum Beispiel einem Umzug und die neue Umgebung, der Trennung der Eltern, dem Tod eines Verwandten, der Geburt eines Geschwisterchens o.ä. mit Beißen. So versuchen sie die neuen Umstände zu verarbeiten und ihre Gefühle auszudrücken.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Was du bei kindlichem Beißen auf jeden Fall unterlassen solltest</strong></p>
<p style="text-align: left;">Beiß dein Kind auf keinen Fall zurück! Denn denke immer daran, dass du Vorbild für dein Kind bist und ihm auf diese Weise vermittelst, dass es o.k. ist Gewalt anzuwenden. Kleine Kinder verstehen nicht, warum sie nicht beißen dürfen, wenn Mama es doch auch tut.</p>
<p style="text-align: left;">Halte ihm auch keinen Vortrag!&nbsp;Für dein Kind ist es nur wenig hilfreich, wenn du ihm einen Vortrag darüber hälst, warum Beißen nicht in Ordnung ist und dass es weh tut etc., denn das Kind hört in der Regel nur „Mama oder Papa mag mich nicht. Ich bin böse/schlimm“. In Folge beginnt es an sich selbt zu zweifeln und die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr beißt steigt.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Aber, was kann ich denn dann tun, wenn mein Kind beißt?</strong></p>
<p style="text-align: left;"><u>Ursache- Wirkungs- Beißen:</u></p>
<p style="text-align: left;">Will dein Kind einfach ausprobieren, wie sein Gegenüber, also in dem Fall du reagierst, wenn es dich beißt, versuche zunächst einmal ruhig zu bleiben. Vielen Eltern wird geraten, in einem solchen Fall das Beißen (nicht das Kind) zu ignorieren. Ich halte das im Sinne des beziehungsorientierten Umgangs für wenig sinnvoll, weil ich glaube, dass es deinem Kind nicht beim Verstehen der Situation hilft.</p>
<p style="text-align: left;">Sei also ruhig authentisch und sage deinem Kind so etwas wie: „Aua, das tut mir weg. Ich will nicht, dass du mich beißt.“ und dann belasse es dabei und mache weiter mit dem, was du vor dem Beißen getan hast.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><u>Kontakt aufnehmen</u></p>
<p style="text-align: left;">Wie im anfangs angeführten Beispiel von Jonas verdeutlicht, hauen oder beißen Kinder oft ein anderes Kind, wenn sie noch nicht gelernt haben, wie sie Kontakt mit anderen aufnehmen können. Sie wollen ihm damit signalisieren: „Hey, ich will mit dir spielen.“ Natürlich wird es auf diese Art und Weise niemanden finden, der mit ihm spielt, sondern eher im Gegenteil, werden ihn andere Kinder eher meiden. Das ist natürlich für Jonas besonders schlimm, weil er einfach nicht versteht, warum kein Kind seine Einladung zum spielen annehmen will.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn es deinem Kind auch schwer fällt, Kontakt zu anderen Kindern ohne beißen oder hauen zu knüpfen, unterstütze es, indem du sobald es sich auf ein anderes Kind zubewegt, an seiner Seite bist. Erkläre ihm, wie man Kontakt knüpft. Dazu kannst du etwas sagen wie: „Du magst mit dem Mädchen gerne spielen, oder? Geh doch einfach mal zu ihr hin und sag ihr, wie du heißt und/ oder frag sie, ob sie mit dir spielen mag.“ Du kannst auch anfangs für dein Kind sprechen, solange bis es gelernt hat, auf diese Weise Kontakt zu knüpfen.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><u>Mangelnde Ausdrucksmöglichkeiten:</u></p>
<p style="text-align: left;">Die Mehrzahl aller Kinder beißt in der Regel, weil ihnen bis zu einem gewissen Alter einfach die sprachliche Fähigkeit fehlt, ihre Bedürfnisse oder Emotionen auszudrücken. Meistens reagieren sie dann mit Aggression, die sich in Form von Hauen, Kratzen oder eben Beißen zeigt. Auch im Fall von Marius (sie Anfangsbeispiel), der beißt, weil ihm das Spielzeug weggenommen wird, wird deutlich, dass er verbal seinen Frust noch nicht ausdrücken kann, und sich aus diesem Grunde mit seinen Zähnen verteidigt.</p>
<p style="text-align: left;">In diesem Fall kannst du dein Kind dabei unterstützen, deutlich „Nein“ zu sagen und dem anderen Kind klarzumachen „Ich möchte das nicht.“</p>
<p style="text-align: left;">Aber auch wenn dein Kind beißt, weil es sich ärgert oder wütend ist, unterstütze es dabei, seine Gefühle in Worte zu fassen. Darüberhinaus kannst du ihm Alternativen anbieten, denn dein Kind weiß nicht, wie es aus seiner Situation rauskommen kann. Biete ihm Alternativen an, wie es seinem Ärger/Frust Luft machen kann, z.B. auf ein „Wutkissen“ zu hauen, Papier zu zerreißen, fest mit einem Stift auf’s Papier zu kritzeln, sich zu bewegen. Vertrau da ruhig auf die Kreativität deines Kindes. Wichtig ist nur, dass du das Finden einer Alternativen machst, wenn ihr beide ruhig und entspannt seid.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Insgesamt macht es bei allen beißenden Kindern Sinn, ruhig, aber entschlossen mit dem Kind zu sprechen und die konkreten Ursachen des Ärgers/ der Frustration zu erkunden. Darüber hinaus finde ich es wichtig, auch die eigenen Gefühle zu benennen. „Ich will nicht, dass du beißt, das tut mir weh und ärgert mich/macht mich traurig. Ich will, dass du damit aufhörst!“</p>
<p style="text-align: left;">Danach kannst du fragen: „Aber was hat dich so wütend gemacht? Ich würde es gerne verstehen.“</p>
<p style="text-align: left;">Auf diese Art und Weise machst du deine eigene persönliche Grenze gegenüber deinem Kind deutlich und zeigst dennoch Interesse an seiner Person und seinen Gefühlen. Dein Kind wird sich auf diese Weise weiterhin wertvoll und wertgeschätzt fühlen und gerne mit dir kooperieren, in Zukunft eine andere Möglichkeit zu suchen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Phase des extremen Beißens ist oft mit dem Spracherwerb und der damit verbundenen Fähigkeit, eigene Gefühle zu benennen, vorbei. Sollte dein Kind auch danach noch dauerhaft Probleme mit dem Beißen haben, ist es durchaus sinnvoll, wenn du dir Unterstützung holst.</p>
<p>Ich hoffe, Dir hat mein Artikel gefallen! Besonders ans Herz legen möchte ich Dir meine Artikel zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/wut-aggression/">Wut und Aggression</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/konflikte/">Konflikte</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/schulprobleme/">Schulprobleme</a>.</p>
<p>Wenn Du Unterstützung bei Erziehungsproblemen suchst, schau Dir mein <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/">Angebot</a> an. Egal ob Trotzphase, Pubertät, Schulprobleme, &#8230; ich biete <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/coaching/">Live-Coaching</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-coaching/">eMail-Coaching</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> als Hilfestellung an. Die <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/trotzphase/">„Trotzphase“</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/mein-kind-will-nicht-hoeren/">„Hilfe- mein Kind will nicht hören“</a> sind besonders beliebt.</p>
<p>Du kannst mir natürlich auch <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">direkt</a> schreiben und ich freue mich auch über <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">Feedback</a> zu meinem Artikel!</p>
<p>Deine Heike</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/hilfe-mein-kind-beisst/">Hilfe, mein Kind beißt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
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