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	<title>Nachrichten Archive - Beziehungsorientiert</title>
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	<description>Heike Podek – Elterncoach</description>
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	<title>Nachrichten Archive - Beziehungsorientiert</title>
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		<title>Magª Heike Podek in der All4family 09/2016 zum Thema: „Starke Kinder&#8220;</title>
		<link>https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-all4family-09-2016-zum-thema-starke-kinder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2016 18:23:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[All4family]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Terroranschlag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gewalt und Aggression scheinen heutzutage an der Tagesordnung – die Medien berichten davon und auch&#160; das Internet ist voll. Wir sehen und hören von Terror, Überfällen und Gewalttaten, aber auch Aggressionen in der Familie, Mobbing in Schulen und sexuelle Gewalt scheinen keine Ausnahme zu sein. Als Mama stellt sich mir da die Frage: Wie kann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-all4family-09-2016-zum-thema-starke-kinder/">Magª Heike Podek in der All4family 09/2016 zum Thema: „Starke Kinder&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gewalt und Aggression scheinen heutzutage an
der Tagesordnung – die Medien berichten davon und auch&nbsp; das Internet ist voll. Wir sehen und hören
von Terror, Überfällen und Gewalttaten, aber auch Aggressionen in der Familie,
Mobbing in Schulen und sexuelle Gewalt scheinen keine Ausnahme zu sein.</p>



<p>Als Mama stellt sich mir da die Frage: Wie
kann ich meine Tochter davor schützen?</p>



<p><strong>In
welchem Umfeld kommt es zu maßgeblich zu Gewalt und welche Kinder sind
besonders gefährdet?</strong></p>



<p>Kinder erfahren weltweit in allen sozialen
Schichten Aggression und Gewalt in unterschiedlichen Formen. Nach dem
österreichischen Institut für Familienforschung der Universität Wien stellt im
Gegensatz zur gesellschaftlichen Idealvorstellung die Familie nach wie vor den
Ort dar, an dem die Kinder am häufigsten Gewalt erfahren. In physischer und
psychischer Form, wie einen Klaps geben, festes Anfassen, Ablehnung, Drohungen
und Alleine lassen, wird sie nach wie vor als „Erziehungsmittel“ eingesetzt. Als
besonders gefährdet gelten Kinder, deren Eltern Probleme durch eigene familiäre
Gewalterfahrungen, psychische Erkrankungen, chronische Überforderung und
Existenzängste haben. Diese verringern bei allen Eltern die Fähigkeit zur
Selbstkontrolle und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit von Gewalthandlungen.</p>



<p>Darüber hinaus bietet heutzutage auch das
Internet, Handy (WhatsApp, Snapchat u.ä.) sowie Social Media eine große
Plattform für unterschiedliche Formen von Gewalt. </p>



<p>Normale Konflikte, die Kinder, wenn sie in
einer Gruppe zusammenkommen (z.B. in der Schule) unweigerlich haben, werden
heutzutage nur selten im persönlichen Gespräch gelöst, sondern über soziale
Medien – nicht selten auch unter Einbeziehung der Öffentlichkeit &#8211; ausgetragen.
Gerade in diesem Bereich, in den auch das Mobbing fällt, sind vor allem Kinder
gefährdet, die anders sind und/oder bestimmte Merkmale aufweisen, wie z.B.
Übergewicht, eine Behinderung, eine Krankheit, eine äußerliche Besonderheit
u.ä. </p>



<p><strong>Wie
können Eltern / Vertrauenspersonen erkennen, wenn das Kind solche Probleme hat?</strong></p>



<p>Kinder, die Opfer von physischen oder psychischen
Gewalteinwirkungen werden, fallen meistens auf, indem sie sich plötzlich anders
als sonst verhalten. Ein Großteil zieht sich zurück und vermeidet Kontakt zu
anderen Kindern. Sie haben zunehmend keine Lust etwas zu unternehmen und zeigen
wechselnde Stimmungen. Nicht selten entwickeln die Kinder körperliche
Beschwerden wie Kopf- und/oder Bauchschmerzen, schlafen schlecht und haben
keinen Appetit. In der Schule äußern sich ihre Probleme dadurch, dass sie sich nicht
konzentrieren können und ihre Leistungen deutlich abfallen. Viele wollen auch
plötzlich nicht mehr in die Schule gehen.</p>



<p><strong>Wie kannst
du dein Kind sensibilisieren, sich im Notfall einer Vertrauensperson zu öffnen?</strong></p>



<p>Solltest du&nbsp;
bei deinem oder einem anderen Kind solche oder ähnliche plötzliche
Veränderungen wahrnehmen, macht es immer Sinn, selbst das Gespräch zu suchen
oder Kinder auf sogenannte Vertrauenspersonen hinzuweisen. Das kann eine gute
Bekannte, aber auch die/der KindergartenpädagogIn, LehrerIn oder eine
BeratungslehrerIn sein. </p>



<p>Da die meisten Kinder, die von Gewalt
betroffen sind,&nbsp; unter hohem Druck stehen
und auch Angst davor haben, sich jemanden anzuvertrauen, macht es Sinn, Kinder
frühzeitig mit dem Unterschied zwischen guten Geheimnissen und schlechten
Geheimnissen vertraut zu machen. Gute Geheimnisse sind etwas, wo sich das
Gegenüber freut, wenn es zu einem bestimmten Zeitpunkt von diesem Geheimnis
erfährt, z.B. Geburtstagsüberraschung. Schlechte Geheimnisse gehen immer mit
negativen Empfindungen, Angst oder Druck einher und sollten von daher immer
angesprochen und aufgedeckt werden.</p>



<p><strong>Kann
ich nicht schon vorher was tun? Wie kann ich mein Kind z.B. vor den aggressiven
Seiten etc. im Internet/ TV/ Social Media schützen?</strong></p>



<p>In Bezug auf die Medien, wie TV, Internet und
Social Media, die Kinder schon in einem sehr frühen Alter benutzen, scheinen
Eltern nur wenig Einfluss zu haben, aber eine frühe Medienerziehung liegt ganz
klar im Verantwortungsbereich der Eltern. </p>



<p>Gerade Computer und Internetspiele, die von
Kindern und Jugendlichen oftmals in Gruppen online gegeneinander gespielt
werden, stellen für Eltern immer wieder eine Herausforderung dar. Wissenschaftlich
gesehen sind Spiele die wirksamste Form des Lernens. Wenn Spiele also vermitteln,
dass Gewalt Konflikte löst und zum Erfolg führt, dann wird das im Gehirn so
gespeichert und in entsprechenden Situationen abgerufen. Dabei spielt natürlich
die Intensität &nbsp;sowie der Realitätssinn eine
Rolle. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, bei der Medienerziehung nicht erst
einzuschreiten, wenn die Jugendlichen in der Pubertät sind und sich nichts mehr
sagen lassen (wollen), sondern von Anfang an, als Vorbild und Beziehungspartner
im Umgang mit Medien zur Verfügung zu stehen.</p>



<p><strong>So
können Eltern ihre Kinder unterstützen, ihren Selbstwert u stärken, damit sie
zu selbstbewussten und gefestigten, aber auch sozial kompetenten und
hilfsbereiten Erwachsenen werden:</strong></p>



<p><strong>Tipp 1:
Wahrnehmung anstatt Lob oder Kritik</strong></p>



<p>Zeig Interesse an deinem Kind und an dem, was
es tut, was es denkt und wie es ist. Gerade zu Anfang, wenn unser Kind auf die
Welt kommt, fällt uns das ganz leicht, weil wir das Baby kennenlernen wollen
und versuchen wollen zu verstehen, was seine Signale bedeuten. Ab ca. 3 Jahren glauben
wir unser Kind zu kennen und hören damit auf – zu diesem Zeitpunkt beginnt oft
vermehrte Kritik am Verhalten oder sogar am Kind selbst. Kritik aber
unterstützt unser Kind nicht darin, sich zu einem selbständigen und
selbstbewussten Erwachsenen zu entwickeln, sondern verunsichert es massiv.
Übermäßiges Loben hat übrigens Ähnliches zur Folge. </p>



<p>Das Selbstgefühl entsteht vor allem dadurch,
dass das Kind durch die Bezugspersonen wahrgenommen, aber nicht bewertet wird.
Ein Beispiel: Das Kind kommt mit einer Zeichnung aus dem Kindergarten nach
Hause und zeigt sie uns. Anstatt in Lobeshymnen auszubrechen oder dem Kind
mitzuteilen, dass es sich schon hätte mehr anstrengen können, sag einfach, wie
dir das Bild gefällt. „Ich finde das Bild schön, besonders gut gefällt mir die
Sonne. Wie findest du es denn? Gefällt es dir?“ oder auch „Hattest du Spaß beim
Malen?“. Und dann hör dir die Meinung deines Kindes an und kommt so in ein
Gespräch.</p>



<p>Auf diese Weise lernt dein Kind, seine Meinung
zu äußern und seine Gefühle ernst zu nehmen, unabhängig von der Meinung
anderer.</p>



<p><strong>Tipp 2:
Vertrauen schenken</strong></p>



<p>Vertrauen ist die größte Ressource, die der
Mensch hat, um mit schwierigen Situationen fertig zu werden. Die Basis dafür
wird beim Menschen im 2- 3 Lebensjahr gelegt. Kinder erleben in dieser Zeit zum
ersten Mal ihre Autonomie, der sie meist mit Sätzen wie „Ich will selber&#8230;“
oder „Ich kann selber&#8230;“ Ausdruck verleihen. Wenn man die Kinder nicht
ernstnimmt, kommt es vermehrt zu Machtkämpfen zwischen ihnen und ihren Eltern. Statt
dich darauf einzulassen, kannst du diese Entwicklung &nbsp;ganz intuitiv unterstützen, indem du an die
Ressourcen deines Kindes anknüpfst. Wenn dein Kind also etwas Neues
ausprobiert, z.B. auf ein Klettergerüst klettern will und herunterfällt,
versuch es nicht zu schonen und etwas zu sagen wie. „Dafür bist du noch zu
klein.“, sondern lass es in Ruhe oder sag etwas wie. „Hast du dir wehgetan?
Guter Versuch – vielleicht klappt es beim nächsten Mal.“&nbsp; Auf diese Weise hilfst du deinem Kind dabei,
Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten aufzubauen. Auch wenn unserer Kinder
größer werden sollten wir ihnen in ähnlicher Weise vertrauen, sie in
Situationen in denen sie hinfallen und Fehler machen, trösten und auffangen und
dann wieder weiterschicken, zu forschen und auszuprobieren. Mit dieser Art von
elterlichem Vertrauen gewinnen Kinder mehr und mehr das Gefühl, selbstwirksam
zu sein und trauen sich auch Konflikte zu lösen.</p>



<p><strong>Tipp 3:
Lernen am Vorbild/ Nachahmung</strong></p>



<p>Kinder lernen durch Nachahmung. Gerade in den ersten sieben Lebensjahren ist das Lernen am Vorbild die wichtigste kindliche Lernmethode und auch später behält das Lernen durch Nachahmung eine hohe Bedeutung. Eltern kommt bei dieser Art von Lernen eine besondere Rolle zu. In der Familie können Kinder durch ihre Eltern lernen, wie man mit Meinungsverschiedenheiten, mit Interessensgegensätzen umgehen kann, wie man Konflikte bewältigt und Kompromisse schließt. Dazu brauchen Eltern keine besonderen Situationen inszenieren, sondern sich einfach ganz „normal“ verhalten.</p>



<p>Ich hoffe, Dir hat mein Artikel gefallen! Besonders ans Herz legen möchte ich Dir meine Artikel zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/wut-aggression/">Wut und Aggression</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/konflikte/">Konflikte</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/schulprobleme/">Schulprobleme</a>.</p>



<p>Wenn Du Unterstützung bei Erziehungsproblemen suchst, schau Dir mein <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/">Angebot</a> an. Egal ob Trotzphase, Pubertät, Schulprobleme, &#8230; ich biete <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/coaching/">Live-Coaching</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-coaching/">eMail-Coaching</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> als Hilfestellung an. Die <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/trotzphase/">„Trotzphase“</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/mein-kind-will-nicht-hoeren/">„Hilfe- mein Kind will nicht hören“</a> sind besonders beliebt.</p>



<p>Du kannst mir natürlich auch <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">direkt</a> schreiben und ich freue mich auch über <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">Feedback</a> zu meinem Artikel!</p>



<p>Deine Heike</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-all4family-09-2016-zum-thema-starke-kinder/">Magª Heike Podek in der All4family 09/2016 zum Thema: „Starke Kinder&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Magª Heike Podek in der Fratz &#038; Co 02/2016 zum Thema: „Meine Ängste, deine Ängste, unsere Ängste&#8220;</title>
		<link>https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-fratz-co-02-2016-zum-thema-meine-aengste-deine-aengste-unsere-aengste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 18:32:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[erklären]]></category>
		<category><![CDATA[Fratz&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Zumuten]]></category>
		<category><![CDATA[zutrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nachrichten berichten rund um die Uhr davon, die Bilder sind kaum aus dem Kopf zu bekommen: Terror, zerstörte Gebäude, Menschen auf der Flucht, heimatlose Familien, Angst&#8230;Da stellt sich mir als Mama die Frage: „Wie kann ich meiner 4 jährigen Tochter erklären, was da gerade passiert?“ Der erste Reflex: Diese Bilder soll mein Kind nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-fratz-co-02-2016-zum-thema-meine-aengste-deine-aengste-unsere-aengste/">Magª Heike Podek in der Fratz &#038; Co 02/2016 zum Thema: „Meine Ängste, deine Ängste, unsere Ängste&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Nachrichten berichten rund um die Uhr davon, die Bilder sind kaum aus dem Kopf zu bekommen: Terror, zerstörte Gebäude, Menschen auf der Flucht, heimatlose Familien, Angst&#8230;</em><br><em>Da stellt sich mir als Mama die Frage: „Wie kann ich meiner 4 jährigen Tochter erklären, was da gerade passiert?“</em></p>



<p>Der erste
Reflex: Diese Bilder soll mein Kind nicht sehen müssen. Möglichst lange will
man es vor Katastrophen, Tod, der Grausamkeit von Krieg; Terror und Hass
beschützen. Eigentlich will man gar nicht darüber sprechen, weil man sich
selbst fürchtet, keinen Rat und keine gültige Antwort hat. </p>



<p>Doch dann
sehen die Kinder die Bilder in Zeitungen und im Fernsehen, sehen Flüchtlinge am
Straßenrand, bekommen mit, dass der Papa die Arbeit verloren hat und wollen
wissen: Was ist da passiert?</p>



<p>Und auch
die, die „nur“ Gesprächsfetzten aufschnappen, kriegen viel mehr mit, als wir
denken. Sie sehen verstörende Bilder, hören Wörter wie „Ausnahmezustand“,
„Krieg“ oder „Katastrophe“ und auch wenn sie diese noch nicht verstehen, versuchen
sich daraus irgendwas zusammenzureimen. </p>



<p><strong>Was geht in den Kindern vor?</strong></p>



<p>Vorschulkinder
zwischen 3 und 6 Jahren reagieren auf die beängstigenden Veränderungen häufig
sehr emotional, indem sie schnell große und teilweise irrationale Ängste
entwickeln. Das liegt vor allem daran, dass sie Phantasie und Realität noch
nicht gut trennen können. Sie sorgen sich vor allem, dass Ihnen und ihrer
Familie etwas Ähnliches zustoßen könnte, haben große Angst von ihren Eltern
getrennt zu werden oder diese sogar zu verlieren, denn sie können noch in
keinster Weise einordnen, wie weit die Ereignisse von Ihnen weg sind oder
inwieweit sie selbst betroffen sein könnten.</p>



<p>Schulkinder
hingegen sind vor allem daran interessiert, warum das passiert, d.h. sie wollen
den Grund für die Taten, die Katastrophen oder die Situationen wissen. Ebenso
kreist ihr denken auch bereits um tatsächliche und mögliche Folgen. Sie wollen
also auch wissen, was weiter passiert, ob oder wie Täter bestraft werden, was
mit den Opfern passiert und was das alles für Auswirkungen auf ihr eigenes
Leben hat.</p>



<p>Ab der
Pubertät liegt der Fokus des Interesses zunehmend auf der Gruppenzugehörigkeit,
anstatt auf dem Individuum. Die Jugendlichen versuchen die Ereignisse im
Gesamtzusammenhang zu betrachten, um sie dann auf ihr Leben umzumünzen. Ebenso sind
sie an politischen und ethischen Fragen interessiert und erwarten auch von
ihren Eltern, dass diese klar Position zu den Ereignissen beziehen.</p>



<p>Unabhängig
aber, in welcher Altersklasse dein Kind gerade ist und welche Fragen, Ängste,
Gedanken und Gefühle ihm gerade durch den Kopf gehen, ist es für alle wichtig,
über die eigenen Gefühle sprechen zu können. Es ist wichtig, dass sie mit
allem, was sie beschäftigt, gehört werden, denn das gibt ihnen das Gefühl ernst
genommen zu werden und tröstet sie.</p>



<p><strong>Gesellschaftliche Veränderungen gibt es
schon immer&#8230;</strong></p>



<p>Bei all der
Sorge, den Ängsten und Verunsicherungen &nbsp;unserer
derzeitigen gesellschaftlichen Lebensumstände, ist die aktuelle Situation
nichts Neues in der Zeitgeschichte. Auch in früheren Jahren hat es
beträchtliche Veränderungen, die mit großen Ängsten einhergingen bereits
gegeben. Erinnern wir uns zurück an die Nachkriegsgeneration der 50iger und
60iger Jahre, die in ständiger Angst vor Hunger lebte oder an die Kinder des
kalten Krieges, die sich vor Atombomben fürchteten. Auch Katastrophen wie
Tschernobyl sorgten für einen immensen Umwelt- Angstschub. </p>



<p>Seit dem
11. September 2001 nimmt die Angst vor Terroranschlägen und Krieg immer weiter
zu. </p>



<p>Solche
Veränderungen machen uns vor allem immer dann Angst, wenn sie nicht bewältig
bar erscheinen und wir sie als Bedrohung ansehen oder uns schwach und hilflos
fühlen. Wenn wir uns also nicht zutrauen, mit dem Neuen und Unbekannten umgehen
zu können.</p>



<p><strong>Nachdem es aber schon für uns Erwachsenen so
schwer ist, mit den Veränderungen umzugehen, wie viel davon kann ich meinem
Kind zumuten- auch in Bezug auf eigene Ängste und Verunsicherungen?</strong></p>



<p>Die meisten
Eltern fragen sich, wie sie ihren Kindern die Entwicklungen erklären sollen,
ohne sie zu verunsichern. Sie sind besorgt und wissen nicht, ob oder wie sie
mit ihren Kindern über die aktuelle Situation sprechen sollen. Sie fürchten
sich davor, ihren Kindern unnötig Angst zu machen. </p>



<p>Auch&nbsp; macht vielen die eigene Ohnmacht zu schaffen
und sie sind unsicher, wie viel sie ihren Kindern zumuten können</p>



<p>In den
folgenden Tipps erfährst du, wie du dein Kind unterstützen kannst, mit den
aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und Meldungen zurecht zu kommen,
ohne es dabei zu überfordern.</p>



<p><strong>Tipp 1: Beantworte die Fragen deines Kindes
einfach und ehrlich</strong></p>



<p>Wie auch in
anderen „schwierigen“ Bereichen, wie z.B.: Sexualität, Glaube/ Religion u.ä..
empfehle ich Eltern immer, Kindern nur auf das zu antworten, was sie wirklich
wissen wollen. Wenn wir ihnen darüber hinaus Informationen anbieten, kann es
leicht passieren, dass wir sie damit überfordern.</p>



<p>Beim
Beantworten der Fragen deines Kindes, verwende einfache Worte und Begriffe, die
dein Kind verstehen kann und achte drauf, dass deine Erklärungen alters- und
entwicklungsgemäß sind. </p>



<p>Darüber
hinaus solltest du immer ehrlich sein, denn Kinder spüren sofort (oder später),
wenn wir nicht aufrichtig und authentisch sind, was dazu führt, dass das
Vertrauen und die Beziehung gestört werden.</p>



<p><strong>Tipp 2: Es ist falsch zu sagen: Du brauchst
keine Angst haben</strong></p>



<p>Kinder
sehen ihre Eltern als Beschützer – und diese sollten auch wissen, dass Mama und
Papa immer auf sie aufpassen. Das heißt aber nicht, dass Eltern de Kindern alles
Schlimme im Leben ersparen oder von ihnen fernhalten können. </p>



<p>Natürlich
sollten Eltern dennoch keine Panik machen, aber wenn du deinem Kind
vermittelst, alles sei in Ordnung, ist das wenig hilfreich, auch wenn du dein
Kind damit nur schützen willst. </p>



<p>Deine
Beschwichtigung hinterlässt beim Kind eher Skepsis und erweckt den Eindruck,
dass Mama oder Papa etwas verschweigen – dass vielleicht noch viel Schlimmer
ist, als sie denken.</p>



<p>Sag also
ruhig, dass du im Moment auch unsicher bist und keinen Rat weißt, dass hier bei
uns aber Polizei und andere Behörden für unsere Sicherheit zuständig sind und
alles dafür tun, um hierzulande Terroranschläge o.ä. zu vermeiden.</p>



<p>Weiter
kannst du, gerade bei älteren Kindern, auch dazusagen: „Ich werde mich
informieren, was wir tun können. Denn ich weiß, dass es Menschen gibt, die
helfen.“</p>



<p><strong>Tipps 3: Kindernachrichten gemeinsam schauen</strong></p>



<p>Wenn du dir
selbst unsicher bist, wie genau du deinen Kindern erklären sollst, was da
gerade passiert oder du Sorge hast, nicht die richtigen Worte zu finden, kann
es helfen mit den Kindern gemeinsam Kindernachrichten zu hören oder
anzuschauen. Im Internet findest du zahlreiche Seiten, die die komplizierten
Nachrichten auf verständliche und kindgerechte Weise für Kinder unterschiedlichen
Alters erklären. </p>



<p><strong>Tipp 4: Gefühle mitteilen, aber Sorge nicht
übertragen</strong></p>



<p>Viele
Eltern versuchen ihren Kindern gegenüber stark zu sein und so zu tun, als
hätten sie alles im Griff. Dahinter steht die gute Absicht, das eigene Kind
schützen zu wollen. Da Kinder aber sehr feine Antennen haben und spüren, wenn
die Eltern sich Sorgen machen, verunsichert sind oder eigene Ängste haben, ist
es ratsamer, deinem Kind deine eigenen Gefühle einfach mitzuteilen. Es ist ganz
normal für sie wenn sie begreifen dass du hinsichtlich bestimmter Entwicklungen
besorgt bist.</p>



<p>Das, was du
jedoch unbedingt vermeiden solltest, ist deine Kinder mit deinen Bedenken zu
belasten, denn das würde sie massiv überfordern und folglich in ihrer
Entwicklung beeinträchtigen. Wenn du spürst, dass deine Ängste und
Verunsicherungen sehr stark sind, sprich mit anderen Erwachsenen wie z.B.
deinem Partner/ deiner Partnerin oder Freunden darüber. Sobald du merkst dass
sich deine Sorgen dennoch auf dein Kind übertragen, macht es Sinn, dir
professionelle Unterstützung in Form von Beratung, Coaching oder Therapie zu
suchen.</p>



<p><strong>Tipp 5: Vermittle Toleranz:</strong></p>



<p>Nutz die
Veränderungen als Chance mit Vorurteilen und Hass aufzuhören. </p>



<p>Kleinkinder
haben keine Feindbilder und nehmen Unterschiede zwischen Menschen zwar wahr,
bewerten diese aber noch nicht.</p>



<p>Vermeide es also, fixe Rollenbilder über Menschenbilder hinsichtlich Rasse, Nationalität und Religion zu äußern. Nutze satt dessen lieber die Gelegenheit, Toleranz zu vermitteln und erläutere die Problematik von Vorurteilen.</p>



<p>Ich hoffe, Dir hat mein Artikel gefallen! Besonders ans Herz legen möchte ich Dir meine Artikel zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/wut-aggression/">Wut und Aggression</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/konflikte/">Konflikte</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/schulprobleme/">Schulprobleme</a>.</p>



<p>Wenn Du Unterstützung bei Erziehungsproblemen suchst, schau Dir mein <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/">Angebot</a> an. Egal ob Trotzphase, Pubertät, Schulprobleme, &#8230; ich biete <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/coaching/">Live-Coaching</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-coaching/">eMail-Coaching</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> als Hilfestellung an. Die <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/">eMail-Kurse</a> zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/trotzphase/">„Trotzphase“</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/mein-angebot-2/email-kurse/mein-kind-will-nicht-hoeren/">„Hilfe- mein Kind will nicht hören“</a> sind besonders beliebt.</p>



<p>Du kannst mir natürlich auch <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">direkt</a> schreiben und ich freue mich auch über <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">Feedback</a> zu meinem Artikel!</p>



<p>Deine Heike</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-fratz-co-02-2016-zum-thema-meine-aengste-deine-aengste-unsere-aengste/">Magª Heike Podek in der Fratz &#038; Co 02/2016 zum Thema: „Meine Ängste, deine Ängste, unsere Ängste&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
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