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	<title>Materialismus Archive - Beziehungsorientiert</title>
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	<description>Heike Podek – Elterncoach</description>
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	<title>Materialismus Archive - Beziehungsorientiert</title>
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		<title>Magª Heike Podek in der Fratz &#038; Co 02/2017 zum Thema: „Größer, schneller, teuerer &#8211; wie materialistisch sind unsere Kinder?&#8220;</title>
		<link>https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-fratz-co-02-2017-zum-thema-groesser-schneller-teuerer-wie-materialistisch-sind-unsere-kinder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2017 18:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Fratz&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Materialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die 5 jährige Lea will wöchentlich ein neues Spielzeug. Immer größer, schöner und bunter soll es sein. Ihr „altes“ Spielzeug schaut sie schon lange nicht mehr an und es liegt in der Ecke. Der 10 jährige Tom will ein iPhone. Zu teuer sagen die Eltern, es gibt günstigere Handys. Er argumentiert, dass alle Freunde eines [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beziehungsorientiert.at/maga-heike-podek-in-der-fratz-co-02-2017-zum-thema-groesser-schneller-teuerer-wie-materialistisch-sind-unsere-kinder/">Magª Heike Podek in der Fratz &#038; Co 02/2017 zum Thema: „Größer, schneller, teuerer &#8211; wie materialistisch sind unsere Kinder?&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beziehungsorientiert.at">Beziehungsorientiert</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die 5
jährige Lea will wöchentlich ein neues Spielzeug. Immer größer, schöner und
bunter soll es sein. Ihr „altes“ Spielzeug schaut sie schon lange nicht mehr an
und es liegt in der Ecke. </em></p>



<p><em>Der 10
jährige Tom will ein iPhone. Zu teuer sagen die Eltern, es gibt günstigere
Handys. Er argumentiert, dass alle Freunde eines haben, überredet die Oma zu
einem Zuschuss und diskutiert wochenlang herum. Irgendwann geben seine Eltern
nach. </em></p>



<p>Materielle Dinge spielen eine immer größere
Rolle in unserer Welt. Sich etwas kaufen können und genügend Geld für
Statussymbole wie Markenkleidung, ein großes Auto oder ein eigenes Haus zu
haben ist für Viele der Inbegriff für Erfolg und Anerkennung.</p>



<p>Aber nicht nur in der Erwachsenenwelt wird der
Zwang mitzuhalten immer größer, sondern auch der Alltag von Kindern wird
zunehmend von Konsum beeinflusst. Produkte werden z.B.&nbsp; an Supermarktkassen auf Augenhöhe der Kinder
platziert. Und auch die Werbung aus Fernsehen und Computer ist inzwischen &nbsp;bis in die hinterste Ecke der Kinderzimmer
vorgedrungen. Es wird geschätzt, dass Kinder zwischen 6 und 13 Jahren
durchschnittlich 900 Werbespots im Monat sehen. So ist es nicht verwunderlich,
dass auch bei ihnen immer neue Bedürfnisse geweckt, Konsumansprüche erhöht und
Illusionen erzeugt werden. </p>



<p>Ob Eiskönigin-Puppe, Spiderman Kostüm oder die
neueste Spielkonsole – die Spielzeugindustrie boomt. Und da die Dinge schnell
langweilig werden, wollen Kinder immer mehr und immer etwas Neues, sei es die
aktuelle CD das neue Video, Markenkleidung, ein eigenes Handy oder einen
Computer.</p>



<p>Teilweise führt dies vor allem bei
Jugendlichen soweit, dass sich bereits eine zwanghafte Orientierung an Marken
und Produkten entwickelt, die natürlich auch das Kaufverhalten der Eltern
beeinflusst. Bereits im Alter von zwei bis vier Jahren lernen Kinder
Markennamen kennen und wissen um deren Bedeutung. Laut diversen Studien haben
sich Kinder mit sechs Jahren bereits 50 Prozent ihrer Konsumkompetenzen
angeeignet; mit 16 sind es 100 Prozent – dann können sie als mündige Konsumenten
gelten.</p>



<p><strong>Wann
sollte ich als Elternteil aufpassen? Wann ist meinem Kind Materielles zu
wichtig?</strong></p>



<p>Anhand der folgenden Kriterien können sie
erkennen, dass ihr Kind Gefahr läuft, sich zu sehr an Materiellem zu
orientieren und die wichtigen Dinge im Leben außer Acht lässt.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Ihrem Kind sind Dinge wichtiger
als Menschen und Interaktion, d.h. es spielt lieber allein mit seinem
Spielzeug, der Spielekonsole oder dem Computer, anstatt die Aktivität mit
Freunden oder Ihnen zu genießen.</li><li>Das Interesse an einem Spielzeug
lässt schnell nach und ihr Kind braucht ständig etwas Neues, um sich ausreichend
beschäftigen zu können und&nbsp; kann sich nur
schwer konzentrieren.</li><li>Der Wert von Spielzeug und
Objekten wird nicht geschätzt, d.h. ihr Kind achtet nicht auf seine Sachen,
lässt sie herumliegen oder zerstört sie sogar.</li><li>Ihr Kind erwartet für kleine
Extras, wie z.B. Aufräumen oder Mithilfe im Haushalt eine Belohnung in Form von
Geld oder einem Geschenk.</li><li>Ihr Kind hat einen regelrechten
Markenwahn und weigert sich strikt, andere Dinge anzuziehen und &nbsp;zu benutzen. Darüberhinaus werden alle No-Name
Produkte massiv abgewertet. </li></ul>



<p>Diese Kinder haben den Eindruck, materielle
Dinge seien das Wichtigste im Leben. Ihre Eltern erleben, dass ihre einzige
Sorge darin besteht, auf das Wochenende zu warten, weil es dann wieder
Taschengeld gibt. Es geht also mehr oder weniger maßgeblich um die Befriedigung
des Ichs durch materielle Werte.</p>



<p>Was sie während der Woche tun, wie ihre
Beziehung zu anderen Menschen ist und was sie zum Leben in der Familie und im
Freundeskreis beitragen (könnten), das interessiert sie nicht. </p>



<p>Und auch unsere Gesellschaft scheint kaum mehr
Wert darauf zu legen, wie man sich auf andere Art und Weise innere
Zufriedenheit verschaffen und glücklich sein kann. </p>



<p>Unsere Konsumwirtschaft beruht letztlich auf
der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Soziale
Bedürfnisse nach Liebe, Zuneigung, Freundschaft, Anerkennung,
Selbstverwirklichung und Entfaltung werden durch den Besitz von Statussymbolen
erlangt.</p>



<p>Problematisch an der Sache ist, dass uns auf
Dauer diese Art des Konsumverhaltens nicht zufriedenstellt, sondern das
Gegenteil ist der Fall: Je mehr wir kaufen, umso kürzer hält die erwartete Befriedigung
an. Wahre Identität und Beziehung bleiben auf der Strecke.</p>



<p><strong>Was
also tun? Ist der Verzicht von Konsum eine Lösung?</strong></p>



<p>Auch wenn ein Zuviel sich schädlich auf die
Entwicklung unserer Kinder ausübt, bedeutet das nicht, dass im Gegenzug
völliger Verzicht die Lösung darstellt. Viele materielle Dinge erleichtern
unser Leben, geben uns Sicherheit oder machen einfach Spaß – und das ist auch
so in Ordnung. Allerdings ist es ratsam zwischendurch innezuhalten und abzuwägen,
inwiefern eine Beschränkung sinnvoll sein kann – auch im Sinne der
Nachhaltigkeit. Wir können immer wieder hinterfragen, warum uns bestimmte
materielle Dinge so wichtig sind, dass wir glauben, sie kaufen zu müssen und ob
wir sie tatsächlich brauchen. Solch ein bewusster Konsum macht in der Regel
auch zufrieden, weil wir uns wieder über Dinge freuen oder auch bereit sind
eine Zeit drauf zu warten.</p>



<p><strong>Mit den
folgenden Tipps kann ich als Elternteil meinem Kind einen bewussten Umgang mit
materiellen Dingen und anderen für das Leben relevanten Werten vermitteln:</strong></p>



<p>Spielzeug/ Materielles ist nur Mittel zur Interaktion:</p>



<p>Anstatt Spielzeug ausschließlich dazu zu
benutzen ihr Kind ruhig zu stellen oder dazu zu motivieren, sich für einige
Zeit alleine zu beschäftigen, spielen sie gemeinsam mit ihrem Kind. Zeigen sie
ihm wie viel Spaß es macht, gemeinsam Dinge zu tun und in Interaktion zu
treten. Auch bei CDs oder Videos ist es möglich gemeinsam zu hören oder zu
schauen und sich im Anschluss darüber auszutauschen. Auf diese Weise macht ihr
Kind die Erfahrung, dass positive Erlebnisse meistens in Beziehung mit anderen
Menschen stattfinden und misst dem Miteinander einen viel höheren Wert bei als
Objekten.</p>



<p>Objekte/ Materielles sind kein Ersatz für Zeit, Lob oder schlechtes Gewissen</p>



<p>Viele Eltern, die aufgrund ihrer
Arbeitssituation wenig Zeit für ihre Kinder haben, versuchen ihr schlechtes
Gewissen zu beruhigen, indem sie den Kindern ein neues Spielzeug kaufen. Das
kann dazu führen, dass Kinder sich auch später durch materillen Besitz trösten.
Und auch Belohnung durch den Kauf von Geschenken führt in der Regel dazu, dass
Kinder lernen, dass sich Erfolg mit materiellem Besitz definieren lässt. Das
kann sich im Erwachsenenalter soweit verfestigen, dass sie der Überzeugung
sind, dass nur der Kauf von materiellen Dinge sie attraktiv und erfolgreich
erscheinen lässt. </p>



<p>Seien sie also lieber die Zeit, die sie für
ihr Kind haben ganz bewusst da und geben sie ihm ein authentisches Gegenüber.
Wenn sie etwas freut oder sie ein schlechtes Gewissen haben dann sagen sie es
mit persönlichen Worten, Mimik und Gestik, so dass ihr Kind spürt, wie wichtig
der Austausch und Kontakt ist.</p>



<p>Werte vermitteln</p>



<p>Kinder lernen hauptsächlich durch Nachahmung
ihrer Eltern. Entsprechend prägen die eigenen Konsumgewohnheiten das Verhalten
der Kinder. Trotzdem kommt es gerade ab ca. Kindergartenalter immer wieder vor,
dass ihr Kind einen Wunsch äußert und etwas haben will. Anstatt einfach mit
„Ja“ oder „Nein“ gefolgt von langen Erklärungen zu reagieren,&nbsp; hinterfragen sie diesen Wunsch mit offenem
Interesse. Was ist ihrem Kind wirklich wichtig an seinem Wunsch? Warum will es
das Spiel/ das Objekt unbedingt haben? Auf diese Weise bringen sie ihr Kind
dazu, über die eigene Motivation und die eigenen Werte nachzudenken, so dass es
sich nicht von Außen beeinflussen, sondern nachspürt und von Innen führen
lässt.</p>



<p><strong>Selbstbewusstsein stärken</strong></p>



<p>Gerade wenn Kinder älter werden, spielen
Freunde und Gruppen eine immer größere Rolle in ihrem Leben. Damit steigt oft
auch der Druck, dazuzugehören und mithalten zu „müssen“, weil alle Freunde ein
bestimmte Marke tragen, ein bestimmtes Handy haben etc.. </p>



<p>Stärken sie von Anfang an bei ihrem Kind sein
Selbstbewusstsein indem sie ihm vermitteln, „so wie du bist, bist du richtig“ &nbsp;und fördern sie die Entwicklung eines eigenen
Standpunktes. Diesen kann ihr Kind dann auch im Freundeskreis vertreten und hat
den Mut Nein zu sagen. Toleranz im Sinne von „ich unterscheide mich von anderen
und andere unterscheiden sich von mir“ kann dabei sehr hilfreich sein.</p>



<p>Gespräche</p>



<p>Kinder können Werbesprüche oft auswendig und
übernehmen diese oft in ihren Sprachgebrauch. Sprechen sie mit ihren Kindern
über diese Texte und hinterfragen sie sie: Was bedeuten sie eigentlich
wirklich? Was will uns der Hersteller damit sagen und was ist eigentlich dran? </p>



<p>Vermeiden sie es ihr Kind zu belehren, indem sie auf Klimadebatten, hungernde Kinder oder Flüchtlingsschicksale hinweisen, weil diese oft viel zu weit weg sind, als das ihr Kind sie begreifen und in Zusammenhang mit seinem Wunsch stellen könnte. Beantworten sie stattdessen lieber persönlich die Fragen ihres Kindes und erklären sie ihm, warum sie z.B. ein bestimmtes Produkt nicht kaufen wollen.</p>



<p>Ich hoffe, Dir hat mein Artikel gefallen! Besonders ans Herz legen möchte ich Dir meine Artikel zu den Themen <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/wut-aggression/">Wut und Aggression</a>, <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/konflikte/">Konflikte</a> und <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/category/schulprobleme/">Schulprobleme</a>.</p>



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<p>Du kannst mir natürlich auch <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">direkt</a> schreiben und ich freue mich auch über <a href="http://www.beziehungsorientiert.at/kontakt/">Feedback</a> zu meinem Artikel!</p>



<p>Deine Heike</p>
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